10 Jahre Galerie Kaysser
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Liebe Freunde der Galerie Kaysser,

Wir möchten Sie und Ihre Freunde herzlich zu unserer kommenden Ausstellungseröffnung einladen:

65 Ausstellung

Meike Zopf

„Flowerpower - Blumenkraft“

mit Kunstwerken von:

Meike Zopf, Hannover, Malerei
Thomas Baumgärtel, Bananensprayer, Köln
Taymour Benkhalef, Nizza, Malerei
Gabriele Steffen, München, Fotografie
Egbert Krupp, München, Fotografie
Marietta Laina Peer, München, Fotografie
Lena Bosch, Salzburg, Objekte und Collagen
Prof. Herwig Bayerl, Salzburg, Malerei
Iris Stoff, Fraueninsel, Keramik
Constanze Kirmse, München, Malerei
Reiner Heidorn, Weilheim, Malerei

Ausstellungseröffnung am Samstag, 25. März 2017 um 17 Uhr
Einige Künstler sind anwesend.
Ausstellung bis Sonntag, 18. Juni 2017.

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose – oder doch nicht?
Auch in Gertrude Steins berühmtem Gedicht ist die Rose, dem Wortlaut zum Trotz, so viel mehr als nur die Blume, ist Sinnbild und Symbol und Bedeutungsträger. Und so reiht sich selbst die für ihre Zeit unerhört moderne Feministin ein in eine künstlerische Tradition, in der Blumen stets mehr sind als nur reine Dekoration. Sie sind Symbole für Weiblichkeit und Unschuld, für Erotik und Liebe und Schönheit. Und jede Zeit findet darüber hinaus ihre ganz eigenen Attribute, mit denen sie Blumen aller Art versieht. Die Vanitas-Bewegung des Barock sah in der Schönheit der Blumen vor allem ihre Unbeständigkeit, die Vergänglichkeit alles Schönen und allen Lebens. Im Biedermeier versinnbildlichen sie den Rückzug ins Private, die Abwendung vom Politischen und die Domestizierung der Natur – eine Interpretation, mit der die Hippies und Blumenkinder der 60er und 70er wiederum gründlich aufräumten. Plötzlich sind Blumen hochpolitisch, sind Sinnbild des Friedens, der Freiheit und der aufblühenden Kreativität einer neuen, rebellischen Generation, die zu Millionen gegen die Rassentrennung und den Vietnamkrieg auf die Straße geht. Flowerpower pur.
Die Blumenkinder von damals sind inzwischen über 60, und wieder geht eine neue Generation zu Millionen auf die Straße, um für ihre Ideale zu demonstrieren. Welche Bedeutung Blumen in dieser Generation zugeschrieben werden wird, bleibt noch abzuwarten. In einer globalisierten Welt sozialer Umbrüche erahnt man aber bereits, dass die Blume wieder Politikum ist, und Symbol für den Streit um faire Löhne, die Bewahrung der Natur und Nachhaltigkeit. Nirgendwo aber sind Blumen nachhaltiger als in der Kunst, und nirgends welken sie langsamer als auf der Leinwand.
Mit der Ausstellung beginnt der Frühling in der Galerie Kaysser und ein zeitgenössischer Ausblick auf die Flowerpower moderner Kunst.  

Text von Anja Sophie Barth

Julian Jackson

Reiner Heidorn

 


 

Der „Bananensprayer“ kommt nach Ruhpolding

Thomas Baumgärtel

Vor etwas mehr als 30 Jahren begann ein Kölner Künstler – Thomas Baumgärtel mit Namen – damit, an die Gebäude von Kunstmuseen, Galerien und anderen Kunstorten seiner Wahl die Abbildung einer Banane zu sprayen. Einige regten sich auf, andere fanden es ganz witzig und wieder andere ließen es einfach geschehen. Der Konzeptkünstler blieb jedenfalls ausdauernd und mit Hartnäckigkeit bei seiner Idee und wurde mit der am härtesten umkämpften Währung unserer Mediengesellschaft belohnt: anhaltender Aufmerksamkeit. Denn schon bald wurde er republikweit als der „Bananensprayer“ auch weit über den engeren Kreis der Kunstszene hinaus bekannt. Zum 30. Jubiläum der ersten Bananenspray-Aktion ehrte das Osthaus Museum Hagen Thomas Baumgärtel mit einer Einzelausstellung. Kurz vorher erlebte die Spraybanane zum Tag der Deutschen Einheit die Ehre auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu erscheinen. Heute befindet sich die gesprayte gelbe Banane an rund 4000 Kunstmuseen und Galerien in deutschen und auch internationalen Städten. Baumgärtels Banane ist fast zu einem solchen Symbol für die Qualität eines Museums geworden, wie es der Michelin-Stern für das kulinarische Können eines Kochs darstellt. Der 1960 in Rheinberg geborene Künstler, der in den 1980er-Jahren Freie Kunst an der Fachhochschule Köln und Psychologie an der Kölner Universität studierte, sieht die Banane als Friedens- und Freiheitssymbol an. Im Zeichen der Banane kämpft er für die Freiheit der Kunst und Frieden unter den Menschen. Die Idee der Banane überschreitet dabei längst die dezente Kennzeichnung von Kunststätten. Thomas Baumgärtel greift mit Partnern in den öffentlichen Raum ein, indem er eine ganze Hausfassade in Duisburg mit Bananendarstellungen verziert hat. Mit dem Berliner Kunstermöglicher Roland Specker arbeitet er seit der Jahrtausendwende an einem Projekt am Brandenburger Tor. Aufgelassene Hochöfen im Ruhrgebiet werden zu Orten seiner Eingriffe in den öffentlichen Raum. Auch den Dom seiner Heimatstadt Köln nutzte er für eine Friedensaktion im Zeichen der Banane. Selbstverständlich gibt es im Werk von Thomas Baumgärtel auch „bananenlose“ Arbeiten und Serien. Doch das Bananen-Symbol gibt seinem Œuvre eine ganz eigene Schwerkraft wie Unverwechselbarkeit. Mittels der Banane ist er aber auch mit der kunstgeschichtlichen Tradition der Moderne verbunden. Im Fall von Thomas Baumgärtel hört sie auf die Namen Josephine Baker und Andy Warhol. Josephine Bakers berühmter Bananentanz verbildlicht den unbedingten Freiheitswillen von gesellschaftlich Benachteiligten wie die eigentlich utopische Einswerdung von Natur und Kultur im befreienden künstlerischen Akt. Andy Warhol benutzte die Banane als Signum künstlerischer Freiheit, etwa auf den Plattencovern der „Factory“-Band Velvet Underground. Außerdem zeigte er auf, wie sich vermeintlich banale Gegenstände wie Seifenboxen, Suppendosen und eben auch die Banane in Träger einer sehr differenzierten künstlerischen Aussage verwandeln lassen.

 

Die Ausstellung in der Galerie Kaysser trägt den Titel „Bananen-Solo“. Sie zeigt Gemälde, Objekte und Spraygramme des Künstlers.

Thomas Baumgärtel alias der „Bananensprayer“ wird bei der Vernissage am Samstag, den 24. Juni 2017, ab 17 Uhr anwesend sein. Die Ausstellung ist bis zum 17. September 2017 in der Ruhpoldinger Galerie zu sehen.


Rüdiger Heise

 

 


 

Unsere Adresse:

Hauptstrasse 28

83324 Ruhpolding

Tel. 08663 - 355 97 98

 

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Mi - Fr 10 - 12 und 15 - 18 Uhr
Sa. 10 - 17 Uhr
So. 11 - 17 Uhr

und nach tel. Vereinbarung

Anreise mit dem Auto:

Von München über die A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf, dann noch 8 km auf der Landstrasse nach Ruhpolding. In Ruhpolding Richtung „Zentrum“, nach 200 Metern ist auf der rechten Seite ein kleiner Parkplatz und die „Galerie Kaysser“.

Mit dem Zug:

Über München nach Traunstein, von hier mit dem kleinen Bummelzug in 20 Minuten zur Endstation Ruhpolding. Der Bahnhofstrasse und Hauptstrasse in westlicher Richtung folgen, bis Sie nach 5 Minuten die Galerie Kaysser auf der linken Seite erblicken...

 

 

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