GALERIE KAYSSER :: ANDREA KAYSSER ::

Liebe Freunde der Galerie Kaysser,

Wir möchten Sie und Ihre Freunde herzlich zu unserer kommenden Ausstellung einladen:

Vernissage am Samstag 14. Juli 2018 um 17 Uhr

Meike Zopf

(Meike Zopf)

Meike Zopf
"love love love" 

Gemälde, Zeichnungen und Objekte
Die Künstlerin ist anwesend.
Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 7. Oktober 2018

 

Die Hannoveraner Künstlerin Meike Zopf zeigt mit ihrer dritten Ausstellung in der Galerie Kaysser ihre neueste Werkreihe: love love love. 
Die 1972 in Berlin geboren und dort aufgewachsene Künstlerin, die an der UdK Berlin und an der Hochschule in Hannover studiert hat, lebt und arbeitet seit 2001 in Hannover. Seit 2008 ist sie Künstlerin der Galerie Kaysser. 
In ihrer diesjährigen Ausstellung zeigt Meike Zopf Malerei, Zeichnungen und zum ersten Mal in der Galerie Kaysser auch ihre Objekte. Ihre Themen kreisen um Menschen und das ganze Kaleidoskop menschlicher Empfindungen: Liebe, Sehnsüchte, Visionen, Hoffnungen, Träume, Ängste und Erinnerungen. 
Ihre Figuren und Landschaften scheinen der Wirklichkeit enthoben zu sein. Stärker als von einer bestimmten Geschichte wird ihr Bildgeschehen aber von moderner Erzählstrategie bestimmt. So wie der Dichter assoziativ und sprunghaft berichtet, so verbindet auch die Malerin in ihren Bildern häufig unterschiedliche Orte, Zeiten und Handlungen. Bei aller Gegenständlichkeit der Darstellung verrätseln solche Kunstgriffe das Geschehen auf der Leinwand nicht weniger als die Allianz unterschiedlicher Stile und Malsprachen:  Wir treffen hier auf eine Malerei, in der sich zeichnerische und malerische Elemente begegnen, überlagern und mitunter miteinander streiten. Eine Malerei, die aus den spannungsvollen Gegensätzen zwischen skizzenhaften, eher vagen und komplexen, sehr konkreten Formen lebt. 
In der titelgebenden Arbeit „love love love“ zum Beispiel sehen wir eine lächelnde, gezeichnete ältere Dame, die eine Zigarre raucht. Hinter ihr öffent sich der Bildraum in eine Winterlandschaft und gibt den Blick frei auf die Zeichnung eines  in die Jahre gekommenen Mietshauses, das von Tannen umrahmt wird. Darüber wölbt sich ein malerischer rosablauer Abendhimmel. Auf der Schwelle zwischen beiden Realiäten kommentieren die Worte „love love love“ die Szenerie. Träumt die Frau von vergangen Zeiten oder sehnt sie sich an diesen Ort? 

Meike Zopf ist auch als Bildhauerin die Erzählerin, die sie üblicherweise als Malerin ist. In der Galerie Kaysser zeigt sie einen mehrteiligen Kosmos aus Objekten, aus geformten und gefundenen Gegenständen geschaffen, dessen Rezeption durch sprachliche Intervention geprägt ist. In seinem Mittelpunkt stehen spießige Spielzeughäuschen aus vergangener Zeit in Form von Hotels, Ein- und Mehrfamilienhäusern. Meike Zopf hat sie auf bizarre Styroporfelsen gesetzt, die in Wahrheit nicht weniger labil sind, als die Einrichtungen, die sie tragen.

Das Vorläufige und Provisorische dieser Architektur und Verhältnisse prononcieren auch die sie begleitenden Texte. Einem „Welcome“ folgt das „Goodbye“ auf dem Fuße. Das „Now“, die Gegenwart ist schnell vergangen. Die Liebe blüht und stirbt, „girl, our love is dying“, steht hinter zwei sich umarmenden grünen Tannen in roter Herzschmerzschrift geschrieben. 
Ihre Arbeiten entfalten sich langsam, wie aufgehende Blüten vor den Augen des Betrachters. Ihm ist es überlassen im Dialog mit dem Werk eine individuelle Aussage herauszufiltern.
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Hannover.

 

Meike Zopf

(Meike Zopf)

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 07. Oktober
in der Ruhpoldinger Galerie zu sehen.

 

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