GALERIE KAYSSER :: ANDREA KAYSSER ::

Liebe Freunde der Galerie Kaysser,

Wir möchten Sie und Ihre Freunde herzlich zu unserer kommenden Ausstellung einladen:

Thomas Baumgärtel
"Starke Frauen"

Galerie Kaysser

(Im Atelier von Thomas Baumgärtel)

Gemälde, Objekte, Spraybilder

 

Eröffnung am Samstag 6. Juli 2019
um 17:00 Uhr
Der Kölner Bananensprayer ist anwesend.
Einführung: Wolfgang von Wasielewski
Zur Ausstellung erscheint im Wienand-Verlag der Katalog:
„Thomas Baumgärtel 2008 - 2018“

Ausstellung bis Sonntag 29. September 2019

 

Vor etwas mehr als 30 Jahren begann ein Kölner Künstler damit, an die Gebäude von Kunstmuseen, Galerien und anderen Kunstorten seiner Wahl die Abbildung einer Banane zu sprayen. Einige regten sich auf, andere fanden es ganz witzig und wieder andere ließen es einfach geschehen. Der Konzeptkünstler blieb jedenfalls ausdauernd und mit Hartnäckigkeit bei seiner Idee und wurde mit der am härtesten umkämpften Währung unserer Mediengesellschaft belohnt: anhaltender Aufmerksamkeit. Denn schon bald wurde er republikweit als der „Bananensprayer“ auch weit über den engeren Kreis der Kunstszene hinaus bekannt. Zum 30. Jubiläum der ersten Bananenspray-Aktion ehrte das Osthaus Museum Hagen Thomas Baumgärtel mit einer Einzelausstellung. Kurz vorher erlebte die Spraybanane zum Tag der Deutschen Einheit die Ehre auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu erscheinen. Heute befindet sich die gesprayte gelbe Banane an rund 4000 Kunstmuseen und Galerien in deutschen und auch internationalen Städten. Baumgärtels Banane ist fast zu einem solchen Symbol für die Qualität eines Museums geworden, wie es der Michelin-Stern für das kulinarische Können eines Kochs darstellt.


Der 1960 in Rheinberg geborene Künstler, der in den 1980er-Jahren Freie Kunst an der Fachhochschule Köln und Psychologie an der Kölner Universität studierte, sieht die Banane als Friedens- und Freiheitssymbol an. Im Zeichen der Banane kämpft er für die Freiheit der Kunst und Frieden unter den Menschen. Die Idee der Banane überschreitet dabei längst die dezente Kennzeichnung von Kunststätten. Thomas Baumgärtel greift mit Partnern in den öffentlichen Raum ein, indem er eine ganze Hausfassade in Duisburg mit Bananendarstellungen verziert hat. Mit dem Berliner Kunstermöglicher Roland Specker arbeitet er seit der Jahrtausendwende an einem Projekt am Brandenburger Tor. Aufgelassene Hochöfen im Ruhrgebiet werden zu Orten seiner Eingriffe in den öffentlichen Raum. Auch den Dom seiner Heimatstadt Köln nutzte er für eine Friedensaktion im Zeichen der Banane. Selbstverständlich gibt es im Werk von Thomas Baumgärtel auch „bananenlose“ Arbeiten und Serien. Doch das Bananen-Symbol gibt seinem Œuvre eine ganz eigene Schwerkraft wie Unverwechselbarkeit. Mittels der Banane ist er aber auch mit der kunstgeschichtlichen Tradition der Moderne verbunden. Im Fall von Thomas Baumgärtel hört sie auf die Namen Josephine Baker und Andy Warhol. Josephine Bakers berühmter Bananentanz verbildlicht den unbedingten Freiheitswillen von gesellschaftlich Benachteiligten wie die eigentlich utopische Einswerdung von Natur und Kultur im befreienden künstlerischen Akt.
Rüdiger Heise

Die Ausstellung in der Galerie Kaysser trägt den Titel „Starke Frauen“ und zeigt auf zahlreichen Gemälden, Objekten und Spraybildern Portraits von Sophie Scholl, Patty Smith, Greta Thunberg und vielen Anderen.
Thomas Baumgärtel wird bei der Vernissage am Samstag, 6. Juli 2019 ab 17 Uhr anwesend sein.

(The Artist, Thomas Baumgärtel in Zusammenarbeit mit Thitz)

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 29.September 2019
in der Ruhpoldinger Galerie zu sehen.

 

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